Höhenprofil Etappe 09
9. Etappe - Satellitenansicht der tatsächlich gefahrenen Strecke
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Am nächsten Morgen ließen wir es dann wieder gewohnt ruhig angehen. Die heutige letzte Etappe war ja in der Tat nicht sehr lang und ging größtenteils bergab.
Hundebabys am Rifugio Allavena
Rifugio Allavena
Sonnenschein vor dem Rifgio Allavena
Sonnenschein vor dem Rifgio Allavena
Sonnenschein vor dem Rifgio Allavena
Hundebabys am Rifugio Allavena
Hundebabys am Rifugio Allavena
Hundebabys am Rifugio Allavena
Außerdem waren da auch noch diese beiden süßen Hundebabys, in die sich Peggy auf Anhieb verliebte. Und als der Hüttenwirt ihr auch noch anbot, eines mitzunehmen, hat sie in Gedanken ihren Rucksack wohl schon umgepackt...
Monte Grai mit Rifugio Monte Grai
Irgendwann brachen wir dann aber doch auf - schweren Herzens ohne Hund - und kurbelten entspannt die 400 Hm bis zum Abzweig kurz vor dem Rifugio Monte Grai wieder hoch.
Kartenstudium am Wegabzweig kurz dem Monte Grai
Kartenstudium am Wegabzweig kurz dem Monte Grai
Was dann kam, war Genuß pur: traumhafte Trails vor wunderschöner Kulisse und mit gigantischen Fernblicken.
Zunächst spektakulär, aber bis auf wenige seilversicherte Meter fast durchgängig fahrbar am Hang entlang auf der sog. Alta Via...
... dann in Serpentinen einen herrlichen Wiesentrail hinab...
Auf der Alta Via
Auf der Alta Via
Die Alta Via
Pas de l'Incise
Die Alta Via
Die Alta Via
...über den Pas de l'Incise...
Wiesenabfahrt vom Colle del Corvo
Wiesenabfahrt vom Colle del Corvo
Wiesenabfahrt vom Colle del Corvo
... und schließlich nochmals mindestens ebenso spektakulär immer der Mountainbike-Beschilderung folgend am Hang entlang stets leicht abfallend bis zum Passo Muratone...
Am Hang entlang zum Passo Muratone
Am Hang entlang zum Passo Muratone
Am Hang entlang zum Passo Muratone
Am Hang entlang zum Passo Muratone
Am Hang entlang zum Passo Muratone
Beschilderung als Bike-Route
Nach dem nicht wirklich reichhaltigen Frühstück und dem ausgiebigen Trailvergnügen erreichten wir mit deutlich knurrendem Magen den Passo Muratone, wo wir im dortigen Rifugio geplantermaßen mittag essen wollten.

Nur dummerweise war das Rifugio geschlossen, was uns ziemlich unvorbereitet traf.

Die gestrige überlange Etappe hatte in unseren Rucksäcken deutliche Spuren hinterlassen: wir waren sozusagen abgebrannt bis auf den letzten Keks. Der einzige, der überhaupt noch was zu Essen hatte, war Tom.

Nachdem er die wenigen ihm verbliebenen Schätze freigiebig ausgebreitet hatte, war ziemlich offensichtlich, daß das für sieben Leute nicht wirklich reichen würde.
Nahrungsmittelbestandaufnahme am Rifugio Muratone
Aber auch intensives Kartenstudium half da zunächst nicht weiter: auf der geplanten Route gab es weit und breit keine andere Futterstelle.

Also planten wir spontan um und einen Schlenker über Gola di Gouta ein, wo es ein Restaurant gäbe, das auch geöffnet hätte, wie uns vorbeikommende Wanderer glaubhaft versicherten.

Nun, das Restaurant gab es in der Tat und es hatte auch geöffnet. Es war sogar recht hübsch, was wir aber kaum wahrnahmen, so ausgehungert, wie wir waren.
Kartenstudium am Rifugio Muratone
Und so kam es auch, daß wir uns ausnahmsweise nicht vor der Bestellung nach den Preisen erkundigten, ja nicht einmal stutzig wurden ob der Tatsache, daß es keine Speisekarte gab.

Wir orderten einfach jeder einmal Pasta und wahlweise dazu einen kleinen gemischten oder einen kleinen Tomatensalat... und durften dafür hinterher mit Getränken 160 Euro abdrücken.

Zur Rechtfertigung wies der Wirt nur stumm auf eine kleine Tafel, der man in der Tat entnehmen konnte, daß hier jedes Gericht incl. einem Glas Wein pauschal 10 Euro kostet. Und für die nicht getrunkenen 14 Glas Wein hatte er schließlich schon großzügig von über 180 Euro auf 160 Euro abgerundet!

Zwar satt aber wütend und um eine Erfahrung reicher zogen wir ab...
Restaurant Gola di Gouta
Kuh-Posing
Kuh-Posing
Nach einem kleine Stückchen Teerstraßenabfahrt und ausgiebigem Kuh-Posing begann dann das Geschüttele erneut.

Eingentlich hatten wir nach dem gestrigen Tag auf der Ligurischen Grenzkammstraße gedacht, daß es keine Steigerungsmöglichkeit mehr gibt - heute wurden wir eines besseren belehrt.

Nach kurzer Zeit trafen wir wieder auf den Original-Track, an der Qualität der Straße änderte das aber leider nichts.

Selten in meinem Leben war ich so dankbar für mein Fully !!
Endlich sieht man das Meer
Teerstraße Richtung Meer
Teerstraße Richtung Meer
Aber irgendwann war der Holperweg dann auch zu Ende und wir glitten die letzten Meter sanft auf gutem Teer durch blühende Olivenhaine dahin...
Und dann sahen wir es zum ersten Mal: das Meer...
Noch ein letzter kleiner Minihubbel und wir waren waren da:
Kurz vor Ventimiglia
Die Altstadt von Ventimiglia
Die Altstadt von Ventimiglia sieht wirklich hübsch aus, dennoch rollten wir - zugegebenermaßen - nicht dorthin, sondern auf direktem Weg zum Wasser...
Der Strand von Ventimiglia
Schlußfoto am Strand von Ventimiglia
Und damit hätten wir eigentlich unser Happy End haben können - wenn wir nur eher daran gedacht hätten, ein Hotel in Ventimiglia zu reservieren...

In ganz Ventimiglia gab es nämlich kein einziges Bett mehr, weder in den Hotels noch in den Pensionen noch auf dem Campingplatz. Zumindest haben wir keines gefunden... OK, es war Sonntag und das Tourist-Office war zu und außerdem war es die Woche vor Ferragosta (15.08.), wo ganz Italien Urlaub hat... beides sicherlich sehr erschwerend, aber durchaus nicht unvorhersehbar ;-)

Wir waren einfach zu blauäugig gewesen: ist doch immerhin eine Stadt, da finden wir schon was... Wir haben nichts gefunden.

Wenn wir nicht am Strand übernachten wollten, blieb uns nur der Weg zurück. Nix von wegen schön abends am Meer entlangspazieren, Seeluft schnuppern und bei Sonnenuntergang dann noch ein lecker Eis...

Der Zug um kurz vor acht Uhr abends sollte um zehn Uhr in Cuneo sein. Also habe ich meinen Vater angerufen und ihn gebeten, uns doch über HRS Zimmer in Cuneo zu suchen. Und wenigstens das hat dann prima geklappt: er hat ein wunderschönes 4-Sterne-Hotel mitten im Stadtzentrum gefunden für den denselben Preis, den wir die Nacht zuvor im Rifugio Allavena für unser 10-Mann-Lager bezahlt hatten.


Fazit: Jedem, der seinen Alpencross auch tatsächlich am Meer beenden will, kann ich nur raten, sich rechtzeitig um ein Zimmer in Ventimiglia zu kümmern...
Hotel Palazzo Lovera, Cune
Letztlich hat sich die Notlösung, direkt bis Cuneo zurückzufahren, als Volltreffer erwiesen. Zwar hatten wir keinen Abend am Meer, aber dafür ein traumhaft schönes "echtes" 4-Sterne-Hotel mit allem Luxus, den sich ein geschundener Körper so wünscht, incl. Badewanne, mitten im Zentrum einer ausgesprochen liebreizenden italienischen Kleinstadt, die uns alle beim Bummel am nächsten Morgen vollkommen begeistert hat und die wir sonst wahrscheinlich nie gesehen hätten. Und nur eine Querstraße vom Hotel entfernt gibt es auch noch eine Pizzaria, die bis Mitternacht geöffnet hat.
 
Daß das Hotel so günstig war, lag übrigens hauptsächlich daran, daß es dort eine Spezialermäßigung für Biker gibt: statt dem Normalpreis für das Doppelzimmer mit Frühstück iHv 150 Euro zahlen Biker nur 100 Euro (= 50 Euro p.P.), Tiefgaragenplatz inclusive.

Die zahlreichen Motorräder in der Tiefgarage ließen zwar den Verdacht aufkommen, daß mit "Biker" eigentlich etwas anderes gemeint war, die beiden überaus freundlichen österreichischen Damen an der Rezeption haben uns aber ohne mit der Wimper zu zucken nur den vereinbarten Preis berechnet.
Hotel Palazzo Lovera
Via Roma 37, 12100 Cuneo
Tel.: +39.0171.690420

http://www.palazzolovera.com/
 
...bis zum Colle del Corvo...
9. Etappe - Kartenansicht der eigentlich geplanten Strecke
Hier der Track der neunten Etappe:

        WestalpenX_09_RifAllavenaVentimiglia.gpx

Im hinteren Teil der Etappe haben wir ein kleines Stück Trail ausgelassen und dafür einen Schlenker über Gola di Gouta gemacht, weil das Refugio Muratone, bei dem wir eigentlich Mittagspause machen wollten, entgegen der Angabe im Internet leider geschlossen war. Der Track beschreibt aber die Originalroute.

Unmittelbar ansehen und auch in viele andere Formate exportieren könnt Ihr ihn unter:

        http://www.gpsies.com/map.do?fileId=llwqmuayuhuizarj
Den Gesamttrack findet Ihr auf der Etappenübersichtsseite.
für die Karte in voller Auflösung hier klicken
9. Etappe - Topographische Karte