Den GPS-Track habe ich bei GPSies hochgeladen, so daß Ihr ihn Euch unmittelbar ansehen und in jedem denkbaren Format herunterladen könnt, wenn Ihr auf den nachfolgenden Link klickt:
Die gemütliche Einrollphase haben wir heute um eine Viertelstunde verschoben: gleich zu Beginn, noch in Abla, ging es erstmal steil ein paar Serpentinen hinauf, was uns aber auch gleich einen herrlichen Blick über das ganze Tal bescherte.
Dann kam es aber noch, unser Einrollstück: bis Abrucena rollten wir sanft ansteigend auf einem schmalen beschatteten Teersträßchen dahin. Im Höhenprofil täuscht das etwas, sieht viel steiler aus, als es war.
Steil wurde es dann allerdings nochmals kurz in den engen, verwinkelten Gassen von Abrucena selbst...
Noch ein Blick zurück auf dieses hübsch am Hang gelegene kleine Dörfchen...
... bevor weiter ging auf einem schmalen, offenbar ganz neu angelegten und völlig einsamen Teersträßlein, gleichmäßig sanft ansteigend das Tal hinein...
... bis zum Naherholungsgebiet La Roza, das mit exakt 19.123,60 Euro renoviert und verschönert worden ist, wie das große Schild dort stolz verkündet.
Kurz danach war Schluß mit Teer, aber die Forststraße, der wir dann mit einer ganz kurzen Unterbrechung die nächsten 75 km gefolgt sind, war wirklich sehr gut: fast keine Rippen oder Schlaglöcher - hervorrangend gepflegt :-)
Am Ende der ersten längeren Abfahrt hörten wir es dann rauschen, als wir einem der vielen barranco (Taleinschnitte) passierten. Und da in der Karte auf der ganzen Strecke keinerlei Brunnen oder Quellen eingezeichnet waren, dachten wir spontan: "zuschlagen und sicherstellen"...
... was sich dann aber als doch gar nicht so leicht herausstellte...
Derart mit Wasser versorgt sind wir an dem bald darauf kommenden Abzweiger zum etwas unterhalb liegenden Refugio Ubeire auch vorbeigefahren - ob es dort Wasser gibt, weiß ich also gar nicht.
An der Fuente El Rosal, die ein kurzes Stück später kommt, gibt es jedenfalls definitiv Wasser und die liegt unmittelbar am Weg.
Als wir sie das erste Mal aus der Ferne gesehen haben, wußten wir zunächst nicht, was es war: Feuerschneisen.
Es gibt unzählige davon, sie sehen fast wie eine Skilifttrasse aus und im Winter, wenn es hier Schnee hat, sind sie bestimmt perfekt für Skitourengänger :-)
Jetzt im Sommer haben sie uns vor allem zum Runterfahren verlockt. Aber da sie nicht in der Karte eingezeichnet waren und wir nicht sicher wußten, ob wir dann auch dort rauskommen, wo wir wollten, haben wir's dann doch lieber gelassen...
Und weiter ging es in ständigem Auf und Ab immer am Hang entlang und mit traumhaften Talblicken...
Irgendwann mündet man dann ziemlich unvermittelt an der fetten Teerstraße, die die östliche Sierra Nevada durchschneidet und die an dieser Stelle ganz besonders fett wirkt, weil sie ein kleines Stückchen sogar zweispurig ist.
Auf ihr braust man eben dieses zweispurige Stückchen hinunter und biegt dann in einer Rechtskehre wieder links auf die Forststraße ab...
...die im folgenden teilweise richtiggehend alleeartig angelegt ist: sehr hübsch und gepflegt :-)
Recht bald kommt dann auch schon die nächste Wasserstelle: in dem Fall ein Bach mit sehr sauberen Wasser "aus den hohen Bergen", das man bedenkenlos trinken kann.
Weiter geht's, immer bergab zum nächsten Barranco (Taleinschnitt) und danach wieder bergauf...
Irgendwann hat man es dann endlich geschafft und sieht oben rechts am Straßenrand die Ankündigung, daß die Abfahrt nach Lanteira naht:
Und schon ein paar Meter später eröffnet sich einem dann ein wundervoller Blick auf Lanteira und das direkt dahinter liegende Nachbar-dörfchen Jerez del Marquesado...
Unsere Kletteraktion von vorhin wäre also eigentlich gar nicht notwendig gewesen... aber weiß man's vorher?