Die Andalusier essen, anders, als man das vielleicht vermuten könnte, mittags richtig und viel und abends meist nur eine Kleinigkeit. Folge ist, daß in den Restaurants abends meist nicht allzuviel los ist, darüber sollte man sich also nicht wundern.
Und ebenfalls nicht wundern bzw. es auch in die Zeitplanung einkalkulieren sollte man, daß man zwischen 16 und 20 Uhr kaum irgendwo etwas zu essen bekommen wird: in dieser Zeit haben alle Bars, Kneipen, Cafés und Restaurants geschlossen.
Die Hauptgerichte sind ziemlich fleischlastig (carne), schmecken aber alle extrem lecker. Sollte man aber tatsächlich mal ein Gericht ohne Fleisch wollen, empfiehlt es sich, zu sagen, daß man Vegetarier ist, selbst wenn's nicht stimmt, ansonsten wird man bestenfalls grobes Unverständnis ernten ("kein Vegetarier und trotzdem kein Fleisch ? ?").
Eine gute Alternative ist Fisch (pescado), den es auch fast überall gibt. Die Portionen sind hier allerdings meist nicht so groß, damit alleine kommt man am nächsten Tag keine sechs Stunden im Sattel über die Runden.
Sehr lecker und vor allem sehr reichhaltig sind allerdings die Salate (ensalada), die es praktisch überall gibt. Zusammen mit dem leckeren Brot (pan), das ein Mittelding zwischen Ciabatta und Baguette ist, eine prima Vorspeise bzw. Ergänzung zum Menü.